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Maskenpflicht

 

In letzter Zeit wird ja immer häufiger davon geredet, eine ‚Maskenpflicht’ einzuführen. Also, dass jeder, der einen Laden betritt, sich so ein Läppchen umzubinden hat. In Österreich ist das seit einer Woche Pflicht.  Und nachdem die Bayern – was ich auch größtenteils in Ordnung finde – im Sinne des Kinderspiels ‚Mach‘s wie Hans’ hinterher traben, wird das auch bei uns kommen.

 

Bisher scheitert das Vorhaben allerdings an der Tatsache, dass es nicht genügend ‚Mund- und Nasenschutz’ gibt. Hoffentlich darf ich das jetzt schreiben, ohne einen Abmahnanwalt auf den Plan zu rufen. Aber ich will ja von den Dingern keins verkaufen. Andernfalls würde ich ja als ‚Kriegsgewinnler’ beschimpft. Wie man‘s macht, isses verkehrt ...

 

Nein, also die Aussicht einer allgemeinen Maskenpflicht würde mich nicht sehr erbauen. Schon deshalb, weil mir bis jetzt niemand schlüssig erklären konnte, wieso diese Teile Einbahnstraßen sein sollen.

 

Es ist doch zumindest für meinen – zugegebenermaßen begrenzten Verstand –   nicht nachvollziehbar, warum eine Maske oder ein Halstuch oder was auch immer nur für eine Seite durchlässig sein soll. Also, dass es meine Viren oder Bazillen davon abhält, anderen um die Ohren zu fliegen. Aber umgekehrt soll es nicht funktionieren? Für mich klingt das ungefähr so, als würde ich abends einen Vorhang vor mein Fenster ziehen, durch den ich nicht hinausschauen kann – aber alle anderen herein. Also wirklich. Logik geht anders!

 

Selbstverständlich würde ich mir einen Tropfenfänger umhängen, wenn ich einen Laden betrete. Schon wegen meiner Pollenallergie. Wer – wie ich – mit Heuschnupfen zu kämpfen hat – weiß, dass man da hie und da explosionsartig niesen muss. Und das möchte ich meinen Mitmenschen nicht zumuten. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass man in so einem Fall damit rechnen müsste, dass ein böswilliger Zeitgenosse einem das Gesundheitsamt auf den Hals hetzen würde. Oder die Polizei. Ist ja heute dank allgegenwärtiger Handys kleine große Sache mehr.   

 

Das nächste Problem, weswegen ich der ganzen Maskengeschichte kritisch gegenüber stehe, ist das: Angeblich soll man die Dinger auskochen, damit die Viren abgetötet werden. Hm ... zuerst die benutzte Vermummung  in den Suppentopf, und nachher koche ich wieder mein Essen drin? Also ich weiß nicht ... Naja – zur Not könnte ich ja einen Topf entbehren, den ich dann nur für diesen Zeck benutze.

 

Die anderen Möglichkeiten – nämlich das Teil in der Mikrowelle oder im Backofen zu erhitzen – funktionieren beide nicht. Mikrowelle habe ich keine und werde mir auch ganz bestimmt nicht extra wegen der Masken eine anschaffen. Und der Backofen? Erst die Viren darin abmurksen, und wenn ich fertig bin, kommt dann der  Schweinebraten dran? Oder der Käsekuchen? Ja, Pfui Deibel!

 

Das könnte ich mir allenfalls für die Zeit nach der Pandemie vorstellen. Wenn man wieder jemanden einladen darf.

 

Dann würde ich zuerst meine ganzen ausgedienten Masken in den Backofen schmeißen, hinterher den Käsekuchen und dann alle zum Kaffee einladen, die ich sowieso am liebsten von hinten sehe.

 

 

Buon appetito!

 

 

 

 

 

 

 

© Christine Rieger / 2020

 

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